FW Kreis

Freie Wähler gehen in Klausur

Kreistagsfraktion traf sich mit Ortsverbänden – Lagebestimmung vor Kommunalwahl

 

KLEEDORF/Höchstadt – Im Frühjahr 2020 finden die nächsten bayerischen Kommunalwahlen statt. Obwohl seit Herbst an der Landesregierung beteiligt, gelten die lokalen Entscheide für die Freien Wähler als wichtigster Entscheid. Deshalb wollen sich die Unabhängigen im Landkreis Erlangen-Höchstadt rechtzeitig aufstellen. Wie, dies diskutierten Vertreter der Kreistagsfraktion am Wochenende in Kleedorf. Selten zahlreich waren dazu Vertreter der Ortsverbände ins Nürnberger Land gereist.

Die Richtung seiner Gruppierung, da ist sich Gerald Brehm sicher, stimmt. Denn, so betont der Fraktionssprecher der Freien Wähler im Erlanger Kreistag, bei den letzten Wahlen hat seine Fraktion kontinuierlich zugewonnen. Tatsächlich konnte das Ergebnis von 16,7% im Jahr 2002 über 19,1% (2008) auf zuletzt 21,9% gesteigert werden. Damit sind die Freien Wähler aktuell mit 13 Sitzen im Landratsamt vertreten. „Für das kommende Jahr ist unser Ziel 15 Sitze plus X“, erklärt Brehm. Ein ambitioniertes Vorhaben, dass der Fraktions-Chef gemeinsam mit den zahlreichen FW-Ortsverbänden in der Region erreichen will. Deshalb suchte die FW-Kreistagsfraktion am vergangenen Wochenende den Dialog mit ihrer Basis.

Entlastung der Kommunen durchgesetzt

Die gut 30 Vertreter sparten nicht Applaus, als Gerald Brehm aus dem Kreistag berichtete. Besonders wohlwollend wurde die Kassenlage aufgenommen. „Wir haben dazu beigetragen, dass mit solider Haushaltspolitik das Defizit in den letzten Jahren von 25 Mio. auf 20 Mio. Euro gesenkt werden konnte. Das ist die Handschrift der Freien Wähler“, betont Brehm. „Außerdem haben wir erreicht, dass die Kreisumlage um 1,35 Prozentpunkte gesenkt wird“. Aus Sicht der Freien Wähler ein hervorragendes Ergebnis. Schließlich hatte Landrat Tritthart die Kommunen zunächst nur um 1,10 Prozentpunkte entlasten wollen.

Bürgernähe ist Basis guter Politik

Auch für den Einsatz gegen die Stadtumlandbahn erhielt die FW-Kreistagsfraktion große Zustimmung. Die kommt aus Sicht Ludwig Wahls nicht von ungefähr. „Wir sind nach dem Bürgerbegehren nicht tatenlos geblieben. Wir haben uns mit Nachdruck für einen Ausbau der Buslinien eingesetzt“, resümiert der Röttenbacher Bürgermeister. „Deshalb wurde das Bus-Netz von 4 auf 6 Mio. Fahrkilometer ausgebaut“. Trotzdem, so Wahl, gäbe es im Bereich Verkehr ständig Handlungsbedarf. Dies gehe auf die ständig wachsende Zahl an Einwohnern und Arbeitsplätzen im Landkreis zurück. „Deshalb suchen wir ständig den Dialog mit Kommunen vor Ort. Dies ist die Basis guter Politik im Sinne der Bürger“, betont Gerald Brehm. Deshalb hoffen die Freien Wähler, nach den kommenden Wahlen wieder stark in den Rathäusern des Landkreises vertreten zu sein. Die Vorzeichen dafür stehen gut – wie ein Stimmungsbild der Delegierten ergab. Sie waren von Irene Häusler, der FW-Kreisvorsitzenden, auf ihre Wahlkampfvorbereitungen angesprochen. Dabei zeigt sich, dass die Ortsverbände – in einigen Gemeinden als Unabhängige Wählergemeinschaften oder Vereine außerhalb der Partei organisiert – bereits aktiv sind. „Viele erfahrene Mandatsträger haben bereits eine weitere Kandidatur angekündigt. Außerdem haben schon zahlreiche junge Leute Interesse an einer Beteiligung signalisiert“, freut sich Häusler. „Damit sind wir auf einem guten Weg, das ausgegebenen Ziel zu erreichen“.

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